Kennst du das? Du willst dein Wissen teilen, aber dein Text klingt entweder zu kompliziert oder zu trocken? Gerade als Selbständige mit wenig Zeit ist es wichtig, dass deine Botschaft schnell und klar ankommt. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du verständlich und überzeugend schreibst – ohne Fachchinesisch und lange Schachtelsätze.
1. Wie kann ich meine Texte ansprechender und überzeugender formulieren?
- Sprich deine Leser direkt an. „Du“ wirkt persönlicher als „man“. Führe einen Dialog mit dem Leser.
- Nutze Bilder und Vergleiche. Ein gutes Beispiel bleibt im Kopf. Sprachbilder fördern Emotionen. Das merken sich deine Leser leichter.
- Erzähle eine kleine Geschichte. Das macht den Text lebendig. Was hast du erlebt oder deine Kunden?
- Vermeide leere Floskeln. Klare Aussagen sind besser als abgedroschene Phrasen. Mit “Bringe dein Business aufs nächste Level” begeisterst du niemanden.
- Setze am Ende eine klare Handlungsaufforderung. Sag deinen Lesern, was sie tun sollen. Sollen sie einen weiteren Text lesen, sich anmelden, etwas herunterladen, kommentieren oder eine konkrete Aktivität beginnen?
Praxisbeispiel für Alex: Statt „Optimieren Sie Ihre Steuerstrategie“ könnte Alex schreiben: „Wie du mit drei einfachen Steuertricks am Jahresende mehr Geld auf dem Konto hast.“
Praxistipp: Lies deinen Text laut vor. Klingt es natürlich? Wenn nicht, formuliere um!
2. Welche Wörter wirken professionell, ohne zu steif oder bürokratisch zu klingen?
- Verwende einfache Begriffe.
Niemand braucht komplizierte Wörter. Klar, direkt und auf den Punkt formuliert vermittelt Professionalität und Expertise. Die Kunst liegt darin, komplizierte Sachverhalte einfach zu erklären.
- Schreibe aktiv. „Du sparst Geld“ ist besser als „Es wird Geld gespart“.
- Halte deine Sätze kurz. Ein Gedanke pro Satz reicht völlig. Schreibe aber nicht nur Hauptsätze. Sonst wirkt der Text eintönig.
- Streiche Füllwörter. „Eigentlich“, „eventuell“ oder „sozusagen“ machen Texte schwammig. Vermeide “meiner Meinung nach” (wessen Meinung solltest du sonst äußern).
- Nutze einen freundlichen, aber professionellen Ton. Locker schreiben bedeutet nicht, unseriös zu wirken. Schreib, wie du mit Kunden im direkten Gespräch redest.
Praxisbeispiel für Alex: Statt „Eine Steuerersparnis kann realisiert werden“ besser „So sparst du Steuern.“
Praxistipp: Ersetze jedes komplizierte Wort durch eine einfachere Variante.
3. Wie vermeide ich Fachjargon, der potenzielle Kunden abschreckt?
- Schreibe so, dass auch ein Laie dich versteht. Stell dir vor, du erklärst es einem Freund oder deinem 14-jährigen Kind.
- Verwende konkrete Beispiele. Praxis schlägt Theorie! Wie hast du das Problem gelöst? Oder einer deiner Kunden? Was funktioniert in der Praxis am besten?
- Lass eine außenstehende Person gegenlesen. Versteht sie alles auf Anhieb? Nein? Dann bessere nach.
- Falls Fachbegriffe nötig sind, erkläre sie kurz. Eine Klammer reicht oft schon. Oder ein kurzer Einschub.
- Vermeide Abkürzungen. Sie verwirren mehr, als sie helfen.
Praxisbeispiel für Alex: Statt „Kapitalertragssteuerfreibetrag“ könnte er sagen: „Der Steuerfreibetrag, ab dem du auf Zinsen und Dividenden Steuern zahlst.“
Praxistipp: Lies einen deiner alten Texte und markiere Fachbegriffe. Gibt es einfachere Alternativen?
4. Wie finde ich die richtige Tonalität für meine Zielgruppe?
- Überlege, wen du ansprechen möchtest. Wer sind deine Leser? Fachkollegen, Akademiker oder “der Mann von der Straße”?
- Passe den Ton an die Plattform an. Ein Blogartikel darf anders formuliert sein als ein Pinterest-Beitrag. Tiktok-Nutzer erwarten andere Texte als die Business-Profis auf LinkedIn. Aber bleibe immer du selbst.
- Schreibe so, wie du auch sprechen würdest. Authentizität kommt an. Und macht dich unterscheidbar.
- Halte deine Tonalität durchgängig. Vermeide wechselnde Stile in einem Text.
- Teste verschiedene Ansätze. Was kommt bei deinen Lesern gut an?
Praxisbeispiel für Alex: Für LinkedIn könnte er schreiben: „So optimieren Selbstständige ihre Steuerstrategie.“ Für seinen Blog: „Mit diesen 3 Steuertricks hast du am Jahresende mehr Geld übrig.“
Praxistipp: Lies Kommentare und E-Mails deiner Kunden. Welche Sprache nutzen sie?
5. Welche Wörter sollte ich unbedingt vermeiden, um Vertrauen aufzubauen?
- Verzichte auf übertriebene Versprechen. „Garantiert der beste Kurs!“ wirkt unglaubwürdig. (Außer du bist 10 Jahre in Folge für den besten Kurs ausgezeichnet worden.)
- Nutze klare Aussagen statt schwammiger Formulierungen. „Dieser Tipp hilft dir wirklich“ statt „Dieser Tipp könnte helfen“.
- Schreibe positiv. Statt „Vermeide Fehler“ lieber „So machst du es richtig“.
- Halte deine Sprache konkret. „Erhöhe deinen Umsatz um 10 Prozent“ statt „Optimiere deine Umsätze“.
- Sei ehrlich. Wenn du etwas nicht garantieren kannst, sag es.
- Kurz und einfach: Worte mit mehr als vier Silben, mit mehr als 14 Zeichen lassen sich oft durch einfachere ersetzen.
- Verben statt Substantive: Substantivierte Verben (-ung, -heit, -keit) deuten auf komplizierte Sätze hin. Nutze die Verben.
Praxisbeispiel für Alex: Statt „Unsere Lösungen könnten eventuell helfen“ besser „Mit dieser Strategie senkst du deine Steuerlast.“
Praxistipp: Lies deine Texte kritisch. Klingt alles ehrlich und glaubwürdig?
Fazit: Klare Texte sind verständlich, überzeugend und sparen Zeit.
Kurze, einfache Worte, unkomplizierte Sätze sowie klare und strukturierte Absätze helfen deinen Lesern, die Texte zu verstehen.
Probier die Tipps aus – du wirst merken, wie viel leichter das Schreiben wird!
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