Die meisten Selbständigen wissen, dass der Weg in die Selbständigkeit viele Freiheiten mit sich bringt, aber auch seine Herausforderungen. Eine der größten Sorgen, die viele Solo-Selbständige haben, ist, wie sie ihre finanzielle Sicherheit wahren können, wenn unvorhergesehene Ereignisse wie Krankheit, Unfall oder die Pflege eines Angehörigen ins Leben treten. Was passiert, wenn man plötzlich nicht mehr arbeiten kann? Wie sichert man sich ab, wenn man auf unbestimmte Zeit ausfällt?
In diesem Artikel schauen wir uns an, wie du dich als Solo-Selbständiger auf solche Herausforderungen vorbereiten kannst, ohne den Überblick über deine finanzielle Sicherheit zu verlieren. Schütze dich und deine Familie!
Egal, ob du gerade erst in die Selbständigkeit startest oder schon einige Jahre unterwegs bist: Es gibt immer Dinge, die du nicht vorhersehen kannst. Krankheiten, Unfälle oder die Pflege eines Kindes oder eines Angehörigen können dein Leben plötzlich auf den Kopf stellen. Und genau aus diesem Grund ist es wichtig, finanziell abgesichert zu sein – nicht nur für die normalen Zeiten, sondern auch für die unerwarteten.
Als Selbständiger trägst du die Verantwortung für deinen eigenen Lebensunterhalt. Wenn du krank wirst, kannst du nicht einfach auf ein Gehalt vom Arbeitgeber zurückgreifen. Das bedeutet, dass du selbst aktiv werden musst, um sicherzustellen, dass du auch in schwierigen Zeiten finanziell über die Runden kommst.
Eine der wichtigsten Maßnahmen, die du als Selbständiger treffen kannst, ist eine Versicherung, die dich im Falle einer Krankheit, Behinderung oder eines Unfalls absichert. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nach deinen individuellen Bedürfnissen.
In Deutschland bist du als Selbständiger verpflichtet, eine Krankenversicherung abzuschließen – entweder in der gesetzlichen oder in der privaten Krankenversicherung. Diese übernimmt die Kosten für Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und andere medizinische Behandlungen. Wenn du krank wirst und nicht mehr arbeiten kannst, ersetzt dir die Krankenkasse für eine bestimmte Zeit dein Einkommen (meistens für bis zu 6 Wochen).
Denk daran, dass die gesetzliche Krankenkasse nicht immer ausreicht, um deinen Lebensstandard während einer längeren Krankheitsphase zu halten. Hier kann eine private Krankentagegeldversicherung helfen. Sie zahlt dir ein zusätzliches Einkommen, wenn du krank bist und nicht arbeiten kannst. Diese Versicherung ist besonders wichtig, wenn du keine Rücklagen hast oder deine Einkünfte auf deine Arbeit angewiesen sind.
Wenn du aufgrund von Krankheit oder Unfall dauerhaft nicht mehr in der Lage bist, deinen Beruf auszuüben, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung eine sehr sinnvolle Absicherung. Diese Versicherung zahlt dir eine monatliche Rente, die dich finanziell unterstützt, wenn du nicht mehr arbeiten kannst.
Achte darauf, dass du die Bedingungen der Berufsunfähigkeitsversicherung genau prüfst. Nicht jede Versicherung zahlt in jedem Fall, und es gibt oft Ausschlüsse. Bei einer Berufsunfähigkeit aufgrund psychischer Erkrankungen oder bestimmter chronischer Krankheiten kann es schwieriger sein, Leistungen zu erhalten.
Eine Unfallversicherung kann dir helfen, wenn du nach einem Unfall verletzt bist und deshalb nicht arbeiten kannst. Diese Versicherung zahlt dir in der Regel eine einmalige Entschädigung oder eine monatliche Rente, wenn du durch einen Unfall dauerhaft arbeitsunfähig wirst.
Auch hier gilt: Vergleiche die verschiedenen Anbieter und Leistungen, um die für dich passende Versicherung zu finden.
Eine der einfachsten, aber oft unterschätzten Möglichkeiten, um sich für schwierige Zeiten abzusichern, ist das Bilden von Rücklagen. Es ist nicht immer einfach, Geld zurückzulegen, besonders wenn du am Anfang deiner Selbständigkeit stehst und mit unregelmäßigem Einkommen zu kämpfen hast. Aber selbst kleine Beträge können sich über die Zeit summieren.
Ein Notfallfonds ist eine Art Sicherheitsnetz, das dir hilft, wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten. Experten empfehlen, mindestens drei bis sechs Monate deiner Lebenshaltungskosten als Rücklage zu haben. Wenn du also zum Beispiel monatlich 2.000 Euro zum Leben brauchst, solltest du mindestens 6.000 bis 12.000 Euro beiseitelegen.
Der Notfallfonds sollte idealerweise in einem leicht zugänglichen Konto liegen, auf das du im Falle eines Falles schnell zugreifen kannst.
Ein weiterer Weg, wie du dich absichern kannst, ist der Aufbau von passivem Einkommen. Dabei handelt es sich um Einkünfte, die du auch dann erhältst, wenn du gerade nicht aktiv arbeitest. Beispiele dafür sind Einkünfte aus einer Website, einem Online-Kurs oder einem E-Book, das du verkauft hast. Auch Investitionen in Aktien oder Immobilien können eine langfristige Quelle passiven Einkommens darstellen.
Der Vorteil von passivem Einkommen ist, dass es dir auch dann Geld einbringt, wenn du vorübergehend nicht arbeiten kannst – etwa aufgrund von Krankheit oder Pflegeverpflichtungen. Es ist ein zusätzlicher Puffer, der dir mehr finanzielle Sicherheit gibt.
Einer der größten Vorteile der Selbständigkeit ist die Flexibilität, die du bei deiner Arbeitszeitgestaltung hast. Aber wie kannst du diese Flexibilität nutzen, wenn du plötzlich krank wirst oder dich um ein krankes Kind oder einen pflegebedürftigen Angehörigen kümmern musst?
Eine Möglichkeit ist, deine Arbeitszeiten so zu gestalten, dass du in Zeiten der Gesundheit und Stärke besonders produktiv bist. Wenn du weißt, dass du in bestimmten Phasen deines Lebens mit gesundheitlichen Herausforderungen rechnen musst, kannst du versuchen, in gesunden Zeiten mehr zu arbeiten und in kranken Zeiten etwas weniger.
Wenn du es dir leisten kannst, solltest du Aufgaben, die du nicht unbedingt selbst erledigen musst, an andere abgeben. So kannst du dich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren und gleichzeitig sicherstellen, dass dein Unternehmen weiterläuft, wenn du einmal ausfällst. Dazu gehören zum Beispiel administrative Aufgaben, Marketing oder auch Kundenservice.
Durch das Outsourcing von Tätigkeiten kannst du Zeit gewinnen, um dich um deine Gesundheit oder deine Familie zu kümmern, ohne dass dein Business sofort darunter leidet.
Ein starkes Netzwerk von anderen Selbständigen, Familienmitgliedern und Freunden kann dir nicht nur emotionalen Beistand bieten, sondern auch praktische Unterstützung, wenn es darauf ankommt. Vielleicht gibt es in deinem Umfeld Menschen, die dir bei der Arbeit helfen können, oder du findest andere Selbständige, mit denen du Ressourcen teilen oder Aufgaben teilen kannst.
Auch Online-Communitys und Gruppen für Selbständige können wertvolle Tipps und Unterstützung bieten, wenn es darum geht, sich in schwierigen Zeiten abzusichern.
Die finanzielle Absicherung als Solo-Selbständiger in Zeiten von Krankheit, Unfall oder Pflegeverpflichtungen ist ein wichtiger Bestandteil deines Erfolgs. Es mag anfangs schwierig erscheinen, sich mit Versicherungen, Rücklagen und passivem Einkommen auseinanderzusetzen, aber je früher du mit der Planung beginnst, desto besser wirst du für unerwartete Ereignisse gewappnet sein. Denke daran, dass du nicht alleine bist – es gibt viele Möglichkeiten und Ressourcen, die dir helfen können, deine finanzielle Sicherheit zu gewährleisten. Und vor allem: Sorge dafür, dass du sowohl für deine Gesundheit als auch für deine Familie gut vorbereitet bist.
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